©2003-2006
Webdesign:
M. C.Thumm



Vorführungen Rennfeuer


Rennfeuer
Das Verfahren der Eisenverhüttung von der keltischen Zeit bis ins Mittelalter

Bei dem hier gezeigten Bildern handelt es sich um eine Eisenverhüttung in einem Schachtofen mit eingetiefter Schlackegrube.
Im Gegensatz zur heutigen Eisenverhüttung im Hochofen, wurde in den früheren Rennfeuern das Eisen nicht erschmolzen, da nur Temperaturen von etwa 1200 - 1300°C erreicht werden.
(Schmelztemperatur des Eisen
über 1500°C)


Das Wort Rennfeuer leitet sich nur aus dem Wort rinnen ab, wobei hier die entstehende flüssige Schlacke gemeint ist.
Es werden schichtenweise Holzkohle und Erz in den Ofen eingebracht.
Die benötigte Luftzufuhr erfolgt über die unten am Fuße des Ofens liegenden Düsen, mittels eines Blasebalges, bzw. heute mit Hilfe eines elektrischen Gebläses.

Im Ofen vollziehen sich mehrere Vorgänge
Die im Eisenerz enthaltenen tauben Gesteinsreste werden bei Temperaturen um ca. 1200°C flüssig und fließen als Schlacke in den Bereich unter die Düsen.
 
Gleichzeitig wird in dem verbleibenden Eisenerz (eine Verbindung aus Eisen mit Sauerstoff) der Sauerstoff durch die bei der Verbrennung der Holzkohle entstehenden Gase Kohlenstoff -C und Kohlenmonoxid - Co reduziert.

C + O2 - CO 2
2 CO + O2 - 2 CO 2

Die reduzierten Eisenteilchen verkleben im teigigen Zustand miteinander und bilden ein schwammig-poröse mit Schlackeresten durchsetztes inhomogenes Gebilde, die Luppe.

Diese muß in einem weiteren Verfahren durch vorsichtiges Ausheizen
(Schmieden bei Schweißhitze) von ihren Verunreinigungen getrennt und durchknetet werden. Es entstanden so die typischen Barrenformen, die als Handelsware und Zahlungsmittel weite Verbreitung fanden.

FRANK TROMMER · STAATLICH GEPRÜFTER DENKMALPFLEGER
ARCHÄOMETALURGE · DAMASTSTAHLSCHMIED · REPLICA AUS EISEN UND BRONZE

D-89143 BLAUBEUREN · ULMER STRASSE 43
TELEFON 07344 3745 · TELEFAX 07344 9280218 · E-MAIL FRANKTROMMER@AOL.COM